Review Roche M170, 3x XM-L2, 4x 18650, Thrower, Test

Roche M170 – Thrower 3x XM-L2, 2400 Lumen, 4x 18650 – wenn es noch kompakt sein soll.

Die Roche M170 stellt eine interessante Lampe dar, wenn man schon auf eine bessere Reichweite kommen will, aber dennoch nicht auf Spill verzichten möchte. In diesem Test stell ich die Lampe etwas genauer vor.

Die Lampe wurde mir freundlicherweise vom Onlineshop Gearbest für diesen Review zur Verfügung gestellt und ich möchte mich hiermit noch einmal dafür bedanken.

Sie kam in einem Polsterumschlag und war einem einwandfreien Zustand. Die Lieferzeit betrug 3 Wochen mit Netherland Post. Aus gegebenen Anlass weise ich darauf hin, dass sie kein CE Zeichen trägt und keine Anleitung mit dabei war.

Jetzt zum eigentlichen Testbericht der Roche M170.

Es ist die aktualisierte Version und kommt mit drei XM-L2 LEDs. Gearbest verkauft die 3 Modi Version (High, Mid, Low) als Cool White Version. Weitere Ergänzungen sind im Punkt Modi zu erfahren.

Hier sind erst noch mal die wichtigsten Daten der Lampe:

Lampe: Roche M170
Maße und Gewicht: Länge: 14,7cm , Kopfdurchmesser: 6,8cm , Batteriedurchmesser: 5,1cm, 545g
Material: Aluminium, HA III, schwarz, beschichtete Linse
LED, Modi: 3x CREE XM-L2 CW, 3 Hauptmodi (High, Mid, Low), sowie einige versteckte Möglichkeiten.
Lumen Shopangaben: High (2400lm), Mid mit 40% (600lm), Low 5%
Stromversorgung: 4x 18650 Akkus
Sonstige Daten: SMO Reflektor, IPX8, Sturzresistenz 1,5m,Mode Memory, geregelte Leistung, Low Voltage Warnung, Aufnahme des Griffs kann auch als Stativhalterung genutzt werden
Zubehör: Montiertbarer Griff, 2 Ersatz O-Ringe, Unprotected Akkus Kontaktscheibe, graues Lanyard
Lieferumfang: Pappbox, Lampe, aufgeführtes Zubehör
Preis bei Gearbest: $78,59

Bei Fasttech gibt es nur die XM-L Version für $84,51, Banggood hat die XM-L2 Version für $91,50 (CW, NW kostet $4,50 mehr). Dx, Kaidomain und Wallbuys führen die Lampe gar nicht.

Wie bereits beschrieben handelt es sich hier um die neuere Version. Hier sind mal alle Unterschiede zur ersten, die mir aufgefallen sind:
– XM-L2 LEDs
– zwei Haltebolzen am Griff, damit der sicherer sitzt
– kleine Designunterschiede (kein Aufdruck mehr auf der Boden – Herstellerhomepage)*
– Zubehörteile: Magnet fehlt und die große Feder (der Magnet wurde aber öfters ohnehin als sehr schwach bezeichnet und die Feder dürfte dafür zuständig gewesen sein, diesen an die Endkappe zu drücken)

*Unter http://www.roche-flashlight.com findet man jetzt einen Shop für Holster, Armeewesten usw. der allerdings nicht mal annähernd fertig ist. Dort sehe ich aber keinerlei Taschenlampen Produkte und es wird wohl keinen Zusammenhang zu Roche geben. Sehr oft findet man noch die bekannten Worte

„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit…“. Das sind typische Platzhalter im reaktionären Umfeld, die man weltweit nutzt. Auch wenn es so aussieht, es ist kein echtes Latein, sondern eine festgelegte Abfolge von sinnlosen Worten, die aber wie ein Fließtext aussehen.

Verpackung:
Die Verpackung ist eher schlicht und trägt lediglich die Aufschrift Flashlight. Im inneren sieht man die Polsterung sowie eine Ausstanzung für den Griff und 4 Akkus. Diese Box habe ich schon bei anderen Lampen gesehen, wird also nicht speziell für die M170 gefertigt. Die Lampe ist darin sicher verwahrt und wird auch Stürze aus normalen Höhen (1-1,5m) beim Versand darin anstandslos überstehen.Zubehör:
Mit der Lampe kommt einmal der Griff, zwei Ersatz O-Ringen, einem grauen Lanyard und einer Art Unterlegscheibe für Flattop Akkus.
Der Griff hat zum zwei kleine Stifte, die in die vorgesehenen Löcher der Lampe gehen, damit der Griff sich nicht verschieben kann. Fixiert wird der Griff mit einer größeren Schlitzschraube. Diese verbindet beide Teile sicher mit einander. Wenn man den Griff nicht montiert hat, kann man das Gewinde der Lampe auch auf ein Stativ festschrauben, was ich sehr praktisch finde.

Das Lanyard hat eine Länge von insgesamt 28cm (grauer Paracordteil 23cm). Es besitzt an der einen Seite einen kleinen Karabiner, dann eine Perle, mit der der Karabiner in den unteren Teil des Lanyards bleibt und einen größeren beweglichen Bereich, der den Durchmesser der Handschlaufe festlegt. Dieser sitzt schön fest und durch Drücken des Deckels, kann man diesen verschieben. Ob der Karabiner genug aushält, wird nicht von mir getestet.
Persönlich sehen diese immer recht klein und zerbrechlich aus, wobei man sagen muss, dass Olight einen ähnlichen bei der SR Mini mitliefert, der also 500g (SR Mini incl. Akkus) aushalten sollte.
Von der Länge finde ich dieses sehr gut, da die Lampe nicht nahe bei der Hand bleibt und so auch mit der selben Hand wieder ergriffen werden kann, ohne die zweite zur Hilfe zu nehmen.

Viele Lampen, wo mehrerer Akkus parallel geschaltet sind, funktionieren nicht mit unprotected Akkus, da sie oft Flattopakku sind (zumindest im Markenbereich, den ich empfehle: Panasonic, Sanyo, LG, Samsung). Jetzt kann man sich mit kleinen Magneten behelfen (8mm sind ideal, 10mm oft eine Spur zu breit).
Bei der M170 gibt es da eine andere Lösung, die vom Grundkonzept recht gut ist. Eine Scheibe die auf der einen Seite breitere Kopfe hat und oben kleine Kontakte für die Treiberplatine.

Bei der Testlampe ist diese Scheibe aber verzogen und ich bekomme kein optimales Ergebnis. Die Lampe schaltet nach wenigen Sekunden von High auf Low und man hört ein elektronische Geräusch. Ohne die Scheibe mit Magneten, läuft die Lampe ganz normal. Vermutlich haben zwei Akkus den Kontakt zu ihr verloren und die zwei anderen waren für high nicht mehr voll genug. Eventuell kann man die Scheibe glätten, wenn man sie erwärmt (Heißluftföhn) in Form bringt und wieder abkühlen lässt.

LEDs:
Verbaut sind 3x XM-L2 LED in Cool White. Der Reflektor ist ein SMO Reflektor mit drei einzelnen Kammern. Diese sind allerdings um einiges tiefer als bei der Skyray King oder der Supfire M6. Zusätzlich ist der Kopfdurchmesser mit 68mm breiter, was dem Reflektor den nötigen Platz gibt. Damit ist die Reichweite besser als bei den anderen Test-Modellen (Skyray King, Supfire M6 8XM-L), Olight Mini). Sie erreicht aber nicht die Reichweite der reinen Thrower mit einer XM-L2 oder MT-G2 wie die ThruNite Catapult oder SR96. Wenn man die drei XM-L2 LEDs entdomt, sollte sie aber auch den Ursprungsversionen der Thrower Paroli bieten können. Weiterhin sollte sich damit die Farbe in Neutral White verschieben.

Die LEDs sind gut zentriert und haben jeweils noch einen Zentrierscheibe.Modi:
Mit einem längeren drücken (ca. 1 Sekunde) schaltet man die Lampe ein. Sie besitzt drei Hauptmodi: High, Mid, Low.
Dann gibt es noch einige versteckte Möglichkeiten. Wenn man die Lampe einschaltet und dann noch 3x schnell drückt, kommt man in einen Ramping Mode. Ab ca. 3,85V funktioniert der aber nicht mehr sonderlich gut,da die volle Helligkeit nicht mehr erreicht werden kann – die Lampe benötigt einfach viel Leistung.
Einige Shops nennen diese Werte an, wonach die Leistung etwas runtergeschraubt wird mit schwindender Spannungsversorgung:    Input voltage >= 4V, output current = 2.5A,    Input voltage >= 3.8V, output current = 2.2A,   Input voltage >= 3.6V, output current = 2A.
Wenn er noch einwandfrei funktioniert wird sie dimmer, blinkt einmal und wird dann wieder heller. Das wiederholt sich so oft, bis man noch mal drückt. Diese Stufe wird gespeichert.
Wenn man die Lampe einschaltet und dann noch drei Mal schnell drückt, kommt man in einen langsamen Blinkmodus.
Man soll auch nach den Reviews der ersten Version nach  in einen Strobe oder SOS Modus kommen, den ich aber nie erreicht habe.  Da ich das selber nicht richtig reproduzieren konnte und die Lampe bei Gearbest als 3 Mode (High, Mid, Low) Lampe beworben wird (diese laufen immer problemlos und werden wahrscheinlich die meisten Nutzer ohnehin nur nutzen) gehe ich dem nicht weiter nach.

Mehr über die Modi und deren eventuelle Erreichbarkeit kann man hier im Review der ersten Version von h!ifisch aus dem Taschenlampen-Forum.de nachlesen.

 Die Lampe verfügt über eine Low Voltage Warnung. Bei High Modus schaltet sie runter und in den anderen Modi blinkt sie 4 Sekunden einmal.Das Bild zeigt einmal die Unterseite des Bodens (der ist abschraubbar und gibt die – Pol Platine frei. Hier kann man auch die Federn etwas kürzen oder mit zusätzlichen Kabeln die Leistungsaufnahme noch verbessern, wenn man die Lampe optimieren möchte.

Stromversorgung:
Die Lampe läuft mit 4x 18650. Da alle Akkus parallel geschaltet sind, würde sie auch mit 1x 18650 laufen, allerdings hat der Akku zu viel Spiel im Rohr und fällt um, wenn man die Lampe nicht vorsichtig zuschraubt. Ähnliches passiert bei zwei Akkus, die gegenüber eingesetzt werden. Wenn man zwei Akkus neben einander einlegt, stehen sie stabil.
Zu beachten ist, dass der High Modus mit einem Akku sehr schnell einbricht, ebenso mit zwei. Es ist daher wirklich nur eine Notfalllösung die Lampe mit weniger Akkus zu nutzen.

Da die Federn unten recht lang sind (ca. 5mm), passen auch längere protected Akkus, aber nicht die ganz langen (z.B. HongKong Shop Panasonic NCR18650B mit 3400mAh, protected – die mit durchsichtigen Mantel mit ca. 70mm). Die 3400mAh Keeppower (Länge 69,05mm) passen gerade noch so.

Akkus vom Bild: 1. Keeppower protected 3400mah (69,05mm), Trustfire protected 3000mAh (68,8mm), Panasonic NCR18650B protected 3400mAh (70,2mm), Samsung SDI24E  unprotected 2400mAh (65mm).

Die unteren beiden Bildausschnitte zeigen einmal die Tiefe des Batterierohrs (ca. 72,5mm) ohne Feder und einmal mit und möglichst max. zusammengedrückt (ca. 69,5mm).
Für unprotected gibt es eine Adapterscheibe (siehe den vorherigen Gliederungspunkt Zubehör).

Verarbeitung:
Von außen muss sie den Vergleich mit den großen Namen der Branche nicht scheuen. Es sind keine Kratzer zu finden, die Beschichtung ist einwandfrei, die Bedruckung mit Name und Warnhinweis am Kopf bezüglich Caution: Hot Surface (Achtung: Heiße Oberfläche) sind sauber angebracht. Der Bezel an der Linse ist schon massiv und ebenso kratzerfrei wie der Reflektor und unter der Linse sitzt ein dicker O-Ring.
Der Seitenschalter funktioniert zuverlässig, direkt und hat einen guten Druckpunkt.
Bei Bedarf kann auch der oben bereits beschriebene Tragegriff montiert werden. Dafür setzt man ihn gerade auf, so dass die Stifte in die beiden Vertiefungen passen und schraube jetzt mit der großen Schlitzschraube den Griff fest. Die Schraube hat außen eine Struktur, womit man sie auch mit den Fingern problemlos eindrehen kann. Auch mit Griff ist der Schalter noch gut erreichbar.Die Verarbeitung ist auf einem sehr gutem Niveau und die einzigen Unterschiede erkenne ich erst, wenn es um kleine Details geht. Die Gewinde sind hier nicht verklebt, was bei einigen Markennamen manchmal zu finden ist. Wenn sie verklebt sind, senkt es die Möglichkeit des Wassereintritts, ist aber nicht so Modder freundlich. Beides hat also seine Vor- und Nachteile.
Im Inneren findet man sauber geschmierte O-Ringe und Gewinde und auch hier sind keine Kratzer oder Makel an der Beschichtung. Innen sind es nur zwei kleine Details, die ich als nicht ganz optimal ansehe und die bei den weit teureren Premiummarken vermutlich nur ganz selten vorkommen. Zum einen ist es die Unterseite des Treibers, die nicht ganz sauber ist. Mit etwas Nagellackentferner (ohne Aceton) ist das aber schnell beseitigt. Am Batterierohr sitzt zwar ein O-Ring, aber der deutliche blanke Bereich irritiert. Entweder könnte da noch ein zweiter hin oder er ist nicht tief genug für den ersten. Ich probierte diesen dort hoch zu schieben, aber er blieb dort nicht.
Die Lampe ist dort aber trotzdem dicht – getestet mit einer Wasserschüssel, in der die Lampe für 1 Stunde lang drinnen stand (Gefüllt bis zu den obersten Kühlrippen).

Ansonsten ist die wirklich sauber verarbeitet und ich sehe keine wirklichen Unterschiede zu den Premiummarken.

Hier ist ein Größenvergleich zu anderen 3-4 18650 Lampen: Skyray Kung, Rocher M170, Olight SR Mini und Supfire M6.

Beim Blick von oben wird noch einmal deutlich, wie groß die Unterschiede beim Kopfdurchmesser sind. Der Lampenkopf der Supfire und der Skyray Kung sind gleich groß, was aber auf dem Bild falsch rüber kommt.

Da ich selber eher selten Holster nutze, sondern auf Lanyards zurückgreife, habe ich hier noch mal ein Bild für diesen Bereich gemacht. Die Öffnungen sind so groß, dass problemlos zwei Paracordstränge neben einander passen. Das Herumführen um den Mittelpunkt war jetzt nur Spielerei, sieht aber gar nicht so schlecht aus. Auch ein Karabiner oder Schlüsselring passt hier, allerdings kommt mir der beigelegte Karabiner zu fragil vor.

Mein Exemplar ist einwandfrei verarbeitet, die Gewinde geschmiert und die LEDs sitzen gut in Position. Auch die Beschichtung ist in einem perfekten Zustand.

Beamshots:
Reihenfolge: Startbild, Low, Mid, High. Da ich nur ein Stativ habe, stand darauf die Kamera. Bei Mid Beamshot muss ich die Lampe etwas anders gehalten haben.
Hier wurde dieses Mal eine Gif-Animation gewählt. Jeder Modus ist für zwei Sekunden sichtbar. Verglichen wird sie hier mit der Olight SR Mini Intimidator und der Supfire M6 (XM-L Version).

Beamshotvergleich: Olight SR Mini (3x XM-L2, 2800lm), Supfire M6  (3x XM-L 2000lm), Roche M170 (3x XM-L2, 2400lm)
Deutlich sichtbar ist neben der Helligkeit auch die Reichweitenunterschiede. Die Olight hat eine TIR Optik ohne Reflektor, die Supfire hat kurze Reflektoren ähnlich wie die Skyary King und die Roche hat tiefere und breitere Reflektoren (die Lampe ist hier nicht perfekt positioniert, weshalb die bessere Reichweite nicht hervortritt).

Pro und Kontra:

Pro:
+
gefällige Verarbeitung
+ gute Kombination aus Reichweite und Spill (mit stärkerer Ausprägung der Reichweite)
+ Modifikationsmöglichkeiten durch keine verklebten Gewinde (Entdomen, dickere Kabel am Minuspol, Federn kürzen)
+ 3 Modi, gute Leistungsaufnahme, Low Voltage Warnung, Stativschraube

Kontra:
sehr helles Low (5% als ca. 120lm)
 die Modi neben den Hauptmodi sind schwer zu erreichen (wer sie denn benötigt)
 es passen keine extrem langen protected Akkus 3400mAh mit 70mm. 69,05mm Keeppower 3400mAh gehen noch

Fazit:Diese Lampe vereinigt eine sehr gute Verarbeitung zu einem anständigen Preis. Die Throwereigenschaften überzeugen, wenn man keinen reinrassigen Thrower benötigt, sondern etwas mehr Alltagseinsätze damit bestreiten will. Wer drei Modi (High, Mid, Low) haben will, wird sicher glücklich werden. Wer Strobe und sowas benötigt, muss ich näher mit der Lampe auseinandersetzen.
Endomt wird diese Lampe auch den bekannten Throwern Paroli bieten können. Sie bietet also durchaus Moddingpotenzial.

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