Fenix HL50 Kopflampe – AA / CR123A, klein und flexibel auch als Winkellampe nutzbar

Mir wurde die Kopflampe Fenix HL50 vom Hersteller im Zusammenhang mit seiner Global Testing Campaign zur Verfügung gestellt. Hier der Link zur offiziellen Herstellerseite mit weiteren Bildern.
Versendet wurde sie durch den Flashlightshop als Hauptdistributor in Deutschland.
Vielen Dank für die schnelle Lieferung und die sorgfältige Verpackung.


Einige werden die Kopflampe bereits von der IWA in Nürnberg kennen.
Hier die wichtigsten Daten der Lampe, die auch als kleine Winkellampe genutzt werden kann:

Hersteller und Modell:  Fenix HL50
Maße: Durchmesser Endkappe: 21,5mm, Kopfbreite: 23mm, Länge (CR123A): 64,7mm, (AA) 81,3mm
Gewicht (ohne Batterie): ca. 57g
Material: Aluminium, HA III
LED / Modi: LED CREE XM-L2 T6 (NW), 4 Modi (kein SOS oder Strobe)
Helligekeit (ANSI Lumen), Laufzeit (Herstellerangaben):
Der Burst (Turbo) Mode steht nur zur Verfügung bei gedrücktem Schalter, daher gibt es keine Laufzeitangabe für diesen.
CR123A: Burst (Turbo) (365lm), High (170lm, 3h), Mid (60lm, 9h45min), Low (4lm, 150h)
AA: Burst (Turbo) (285lm), High (150lm, 2h), Mid (55lm, 6h20min), Low (3lm, 110h)
Intensität (Herstellerangaben): 1480 cd (Turbo), Reichweite 77m.
Sonstige Daten: Ultra Clear tempered Glas Linse mit Anti-Reflektions Beschichtung, SMO Reflektor, IPX8 (2m), Sturzresistenz 1m, Reverse Clicky
Besonderheiten:  CR123A und AA Betrieb, Kopfband mit Metallhalterung
Zubehör: Kopfband, Ersatz-O-Ring.
Lieferumfang: Blisterpappverpackung, Lampe, Erweiterung auf AA, Kopfband, O-Ring, Anleitung, Garantiekarte
Preis: 49,90€ im Flashlightshop

Verpackung:
Hier ist Fenix zu einer Mischung aus Blister und Pappverpackung übergegangen, wie auch schon bei einigen anderen Modellen 2014. Dadurch kann man die Lampe nicht mehr aus der Verpackung entnehmen, ohne diese recht deutlich zu beschädigen.
Die Verpackung trägt einen Aufkleber mit der Seriennummer, die auch auf der Lampe eingeprägt ist. Mit ihr kann man auf der Fenixhomepage einige weitere Informationen erhalten.

Serial Number: Gebe ich nicht mit an
Model: HL50
LED: CREE XM-L2 T6 ???
Reflector: Smooth Reflector
Color: Black
Version of Warranty Card: English and Chinese
Sales Area: Europe Area
Sales Country or Region: Germany

Die drei ? bei LED sind so auf der Homepage. Vielleicht gibt es bei späteren Modellen eine genauere Bezeichnung mit dem Binning Buchstaben.

Die Verpackung hat weiterhin einen Aufkleber vom FlashLightShop mit Informationen über das Batteriegesetz.

Die Testlampe ist eine normale Serienlampe. Alle was in diesem Test zu lesen ist, findet man daher auch an jeder Lampe, die aktuell erhältlich ist.

Lieferumfang:
Die Lampe, das Kopfband, eine Erweiterung auf eine AA Batterie, einen Ersatz O-Ring und die Anleitung.
Die Anleitung ist in drei Sprachen verfasst: Englisch, Chinesisch und Deutsch. Die Verpackung trägt ein CE Zeichen.

Anleitung:
Es gibt kleine Unterschiede zwischen der Deutschen und der Englischen Version, die aber zu vernachlässigen sind. In Deutsch ist sie gut zu verstehen (anständiger Satzbau, nahezu keine Schreibfehler).
In ihr sind alle technischen sowie Bilder der wichtigsten Endnutzerfunktionen enthalten (Entnahme der Lampe aus der Halterung, Erweiterung verwenden Kopfbandlänge verändern). Weiterhin ist auch noch mal eine Tabelle dabei, welche Batterien/Akkus verwendet werden dürfen und welche verboten sind.

Kopfband:
Das Kopfband hat eine maximale Länge von 30,5 cm (ungedehnt und doppelt) und ist verstellbar. Gehalten wird die Lampe einmal durch eine Art Metallklammer (hält die Lampe gut in Position) und weiterhin durch eine,m Ringsystem, was durch die Endkappe an der Lampe fixiert wird. Beim ersten entnehmen gab es keine unschönen Schrammen an der Lampe. Das Ringsystem kann vom Band gelöst werden und ist unter der Endkappe mit der Lampe verbunden. Lider ist deren Funktion, wenn sie vom band gelöst wurde für mich nicht genau ersichtlich. Sie ist zu schmal für einen Gürtel und besitzt keine breiteren Stücke, wo man ein Lanyard durchziehen kann. Sie hat zwei kleine Löcher (Durchmesser ca. 2,1mm) und die günstigen Taschenlampenschlaufen könnten da durch passen, normales Paracord keinesfalls. Die Englische Bedienungsanleitung nennt auch „keychain use“ (Schlüsselbundlampenfunktion) als Feature – in der Übersetzung ging dieser Hinweis verloren. Um sie als Schlüsselbundlampe nutzen zu können, hätte ich mir größere Löcher gewünscht.

Wenn man die Halterung von der Lampe lösen will, muss man etwas Geduld haben, da sie nur eine Spur weiter ist als das Gewinde ist und beim O-Ring muss man sie Stück für Stück drüber schieben. Das ist meines Erachtens etwas zu eng ausgelegt.

Ursprünglich war wohl eine andere Farbwahl in der engeren Auswahl (die ersten Bilder im April bei Fenix zeigten zum Teil ein schwarz rotes Band). Bei der IWA hatte es bereits das, mit dem es auch ausgeliefert wird. Es kommt mit einem grauen Band mit schwarzen Fenixschriftzug und gelben Ornamenten. Es ist größenverstellbar und geht einmal um den Kopf – es hat also kein Band, was über den Kopf geht.
Der Tragekomfort ist angenehm und der Metallrahmen, der unter dem Band ist (von der Lampenhalterung) ist und den Kopf berührt, ist nur im ersten Moment etwas kühler. Nach einer Minute bemerkt man den nicht mehr.

Erweiterung und Stromversorgung:
Sie Lampe kann neben einer CR123A Batterie auch mit einer AA Batterie bzw. Akku betrieben werden. Zusätzlich auch mit einer AA 1,5V Lithium Batterie. Für 16340 oder 14500 hat die Lampe keine Freigabe. In der Anleitung sind diese beiden Akkuarten explizit als verboten gekennzeichnet, weshalb dieses nicht getestet werden sollten.
Die Erweiterung ist recht markant, da dort gleich ein Kunststoffspacer für den dünneren AA Betrieb mit eingebaut ist – es sind also zwei teile: Erweiterungsring, der die Lampe auch auf AA Länge bringt  und dieses Plastikrohr. Die Idee finde ich sehr gut, da man so nichts verlieren kann (wenn man es leicht verklebt mit dem Erweiterungsring – bei der Lieferung kommen sie in einander gesteckt, was auch zusammenhält – um sie zu trennen, benötigt man aber Kraft) und es einwandfrei funktioniert. Die getesteten AA Akkus und Batterien haben nicht geklappert, was auf die leicht wellige Struktur der Plastikröhre zurück zu führen ist.
Die komplette Erweiterung wird fest mit dem Batterierohr verschraubt, damit auch die Wasserdichtigkeit erhalten bleibt.


Design:
Sie ist eine kleine Winkellampe, komplett in schwarz gehalten. Lediglich die Linse als auch der Schalter sind mit Edelstahl umgeben. Der Schalter der Lampe befindet sich an der Oberseite, ist grau und sowohl bei der Position am Kopfband als auch extern gut erreichbar. Am Kopf ist einmal die Seriennummer außen angebracht und auf der anderen Seite der Warnhinweis Hot. Auf dem Batterierohr ist der Markenname und die Modellbezeichnung zu finden. Alle sind perfekt und sauber angebracht.
Als CR123 Variante ist sie recht kurz und misst ca. 65mm, mit der Erweiterung sind es ca. 81mm.

Hier mal zwei Bilder als Größenvergleich.

Von links: Crelant CH10 (18650), XTAR H1 (AA/14500), Fenix HL50 (AA Länge)

Von links.: Crelant CH10, XTAR H1, Fenix HL50 (AA), Fenix HL50 (CR123A), DQG Spy (Li-Ion 10180)

Verarbeitung:
Wie bei Fenix gewohnt, ist die Beschichtung topp und die Gewinde sauber geschnitten. Sie besitzt an jedem Gewinde einen schwarzen O-Ring, der aber leider nicht geschmiert ist. Das Gewinde am Batterierohr und der Endkappe läuft sauber.

Die Endkappe hat eine gut strukturierte Oberfläche, bei der man auch bei Feuchtigkeit noch genügend Gripp hat.
Man benötigt beinahe 5 1/2 Umdrehungen, um die Endkappe komplett abzuschrauben, hätte also auch noch bei längeren Akkus etwas Spielraum.  Auch wenn die O-Ringe gefettet wurden, merkt man nach ca. 2 Umdrehungen, dass der O-Ring und die Endkappe sich schon berühren und daher sollte ab da die Dichtigkeit zunehmen.
Hier sieht man die Gewinde der Endkappe bzw. des Batterierohrs. Die Feder ist nicht verklebt, sondern sitzt in der untersten Rille. Sie ist recht steif, wird die Batterie also immer gut gegen den Kontakt drücken, so dass es keine Kontaktprobleme geben wird.

LED:
Verbaut ist eine XM-L2 T6 LED in NW und sie sitzt in einem SMO Reflektor. Natürlich besitzt sie eine beschichtete AR Linse (Anti Reflektion) und ist mit einem Edelstahlbereich umgeben. Die LED sitzt gut zentriert und am Reflektor kann ich keine Makel wie Einschlüsse, Fingerabdrücke usw. finden.

Modi:
Sie besitzt mit jedem Batterietyp 4 Modi: Low, Mid, High und Turbo (Fenix nennt es bei ihr Burst). Es gibt keine Strobe oder SOS Modi, auch nicht versteckt.

Der Burst Modus steht nicht dauerhaft zur Verfügung, sondern nur bei gedrücktem Schalter. Dafür ist er aber von jeder Position erreichbar. Die Reihenfolge der Modi ist: Low, Mid, High. Der letzte Modus wird gespeichert, wenn man die Lampe ausschaltet. Dies geschieht, wenn der Schalter ca. 0,5 Sekunden gedrückt gehalten wird. Drückt man ihn länger, kommt man in den Burst Modus. Das bedeutet aber auch, dass man jedes Mal vor dem Burst Mode kurzzeitig im Dunkeln steht (ebenfalls ca. 0,5 Sekunden). Lässt man den Schalter dann wieder los, kehrt man in den vorherigen Modus zurück.
Der Burst Modus kann auch aufgerufen werden, wenn die Lampe aus ist. Drückt man den Knopf dann nicht mehr, geht sie auch wieder aus. Durch das verzögerte Einschalten würde ich es aber nicht als taktische Funktion bezeichnen.

Die Lumenwerte sind ANSI Lumen – jeweils mit der Laufzeit des Herstellers. Mit einer CR123A Batterie ist die Leistung etwas höher, was aber nur im Burst Mode sichtbar ist.
AA Batterie:
Low 3lm (110h), Mid 55lm (6h20min), High 150lm (2h), Burst 285lm
CR123A Batterie:
Low 4lm (150h), Mid 60lm (9h45min), High 170lm (3h), Burst 365lm

Ich kann kein PWM feststellen und auch keine Piepsgeräusche der Elektronik (unabhängig von Modi und Batterieart).
Das Bild des Treibers zeigt, dass sie einen mechanischen Verpolungsschutz besitzt (um den Plupol gibt es zwei Auflagepunkte, die höher sind).
Hier im Bild sieht man auch noch mal die Halterung, womit sie am Kopfband befestigt wird. Dieser Ring hat immer Spiel und wird weder durch die Erweiterung noch durch die Endkappe direkt (bei CR123A) fixiert.

Beamshots:
Hier wird die XTAR H1 mit der Fenix HL50 verglichen und es treffen zwei unterschiedliche Konzepte aufeinander.  XTAR mit einer XP-G2 mit OP Reflektor trifft auf die Fenix mit XM-L2 und SMO Reflektor. Es ist also eine Flood LED mit SMO und eine eher allround LED und ein OP Reflektor. Ich habe sie ausgewählt, da sie bei den Lumewerten nicht so weit aus einander liegen.
XTAR H1 14500, 3lm, 60lm, 120lm, 330lm.
Fenix HL50, 3lm, 55lm, 150lm, 285lm bzw 365lm (CR123A)

Reihenfolge (ist auch links oben auf den Bilder zu sehen. Das erste ist ein Kontrollbild bei Dunkelheit):
Fenix HL50, AA Akku, High (150lm),  XTAR H1, 14500, High (120lm),
Fenix HL50, AA Akku, Burst (285lm), Fenix HL50, CR123A, Burst (365lm),  XTAR H1, 14500, Turbo (330lm)
Bei der Fenix muss man für den Burst Mode den Schalter gedrückt halten, weshalb man das auch auf den Bildern im Vordergrund sieht. In der Realität ist das Licht der HL50 noch etwas mehr in Richtung neutral weiß.

Pflanzen: Kurz Distanz Beamshots (ohne den Turbo [XTAR], Burst [Fenix]). Zu beiden Bildern gibt es auch noch mal Links zu einer besseren Auflösung.

XTAR H1: Low (3Lm), Mid (60Lm), High (120Lm)

Bessere Auflösung XTAR H1 short distance beamshots.

Fenix HL50 mit AA Akku: Low (3Lm), Mid (55Lm), High (150Lm)

Bessere Auflösung Fenix HL50 short distance beamshots.

Pro und Kontra Argumente:

Pro
+ handlich, klein
+ sowohl für AA als auch CR123A Betrieb
+ gute Verarbeitung
+ gute Modiabstufung, kein Strobe/SOS, Burst immer erreichbar

Kontra
ungefettete O-Ringe und Gewinde
im Dauerbetrieb max. 170 Lumen (für Burst muss der Schalter gedrückt gehalten werden, daher werte ich den nicht)
wenig Zubehör (wenn es schon einen Schlüsselbundlampe sein soll, könnte auch ein kleines Lanyard oder ein kleiner Schlüsselring der durch die Ösenlöcher passt dabei sein und zwei O-Ringe, da es zwei Gewinde gibt (AA und CR123A))

Fazit:
Die Fenix HL50 ist eine gut verarbeitete Lampe, die vor allem durch ihre geringe Größe besticht (mit CR123A). Durch die zwei Batteriearten AA und CR123A, ist sie recht flexibel und weltweit einsetzbar. Sie kommt ohne Blinkmodi aus, hat eine einfach Bedienung und durch den Einsatz der AA Zellen eine gute Lampe für alle Verwender, die nicht in Li-Ionen Bereich einsteigen wollen  Mit ihren max. 365 Lumen bzw. 170 im Dauerbetrieb ist sie für eine AA/CR123A Lampe recht hell und ausreichend für sehr viele Aufgaben des Alltags. Den Umstand der ungefettteten O-Ringe finde ich in dem Preissegment unangebracht, aber das kann schnell und günstig behoben werden.

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