UltraFire LZZ-F13, die mit der roten Tailcap XM-L U2 26650 / 18650 / 3x AAA

Es hat jetzt einen UltraFire Lampe den Weg zu mir gefunden, die mich aus mehreren Gründen angesprochen hat und die ich jetzt hier vorstellen möchte.

Ich beginne mal mit einen paar technische Daten:

Name: UltraFire LZZ-F13
Maße: 15,1cm x 3,30cm (Batterierohr), Kopfdurchmesser (außen) 4,08cm, Durchmesser der Öffnung 3,40cm
LED, Treiber, Modi: XM-L U2 CW, Treiber ist generisch (kein Hersteller erkennbar), 5 Modi high, mid, low, strobe, sos, next memory mode
Sonstige Daten: 26650 / 18650 / 3x AAA, schwarz, Edelstahl Bezel (flach), SMO Reflektor, IPX7
Besonderheiten: Rote Gummikappe, überall GITD O-Ringe
Zubehör: 18650 auf 26650 Adapterrohr, 3x AAA Träger, kleiner Schlüsselring
Preis und Bezugsquelle: $21,60 bei Dealextreme / dx.com

DX führt die Lampe unter drei verschiedenen Bezeichnungen (andere Hersteller, sehen aber für mich identisch aus bis auf das Herstellerlogo), mit jeweils leichten Unterschieden in den technischen Daten und Zubehör. Da man in der Regel auf die Leuchtreichweite und Amperewerte bei DX wenig geben kann, lasse ich diese außen vor.
Die hier vorgestellte Lampe ist die UltraFire LZZ-F13 und die mit den besten technischen Daten. Dann gibt es die Raysoon RS-F13 Raysoon RS-F13, die ich mal als „Zubehörupgrade Version“ bezeichne. Bei ihr ist ein 26650 Akku dabei, eine Diffuser, ein brauchbar aussehendes Lanyard und eine günstige Box (günstige Version einer Otterbox) – dieses Paket kostet aber nur $4,40 mehr. Dann gibt es noch die Sky Eye F13, die das gleiche kostet wie die UltraFire, aber die technischen Werte (wenn man denen trauen will) sind schlechter (1200mA auf high, die UF soll 2400mA haben, was ich auch bestätigen kann – ich messe 2,43A).

Da die UltraFire vor der Raysoon verfügbar war, habe ich diese gewählt. Die Raysoon dürfte die bessere Wahl sein wegen dem Zubehör. Den Akku vernachlässige ich mal, da unbekannte Qualität, aber gutes Lanyard, Diffuser und die Box rechtfertigen die $4,40 absolut.

Wer jetzt meint, dass die Lampe einem bekannt vorkommt – da gibt es die Shadow JM07, die eindeutig das Vorbild für diese Lampe war. Die erste JM07 ist aber kaum noch auf dem Markt anzutreffen, einige Shops führen dafür das Nachfolgermodell (gleicher Name), aber mit Seitenschalter.

Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber schnell die Unterschiede zur Shadow (im Inneren ist beinahe alles anders) und außen ist es z.B. im Vergleich zur alten Version der nicht abnehmbare Bezel oder das anderer Design der Tailcap.

Zurück zur UltraFire.
Kaufargumente für mich waren: Man kann neben 26650 auch 18650 Akkus nutzen, ansprechendes Design und schließlich (auch wenn es sich vielleicht lächerlich anhört), die rote Endkappe.

Geliefert wird sie wie üblich in einer kleinen weißen Pappbox in Luftpolsterfolie. Beim Auspacken fiel mir sofort auf, dass sie eine Schutzfolie auf der Linse hatte. Das war bisher bei keiner meiner Lampen der Fall (egal ob Budgetsegment oder Markenlampen des mittleren bis hohen Preissegments wie Fenix TK35, Olight M21 Warrior, ThruNite T30S, ThruNite TN31).

Bezel

Die Lampe ist schwarz ganz leicht mattiert. Am Übergang Endkappe und Batterierohr fällt ein leichter Farbunterschiede auf. Da ich dies aber auch von Markenherstellern kenne (bei Solarforce passiert das in der letzten Zeit öfters) und der Unterschied sehr gering ist, vernachlässige ich das.

Hier mal einige Eindrücke. Mein Exemplar hatte einige Kanten keine schwarze Schicht mehr – an der Tailcap und an zwei Kühlrippen. Mit etwas schwarzen Marker kann man die kleinen Stellen aber verschwinden lassen.

Makel

Der 18650 auf 26650 Adapter ist sehr ordentlich. Ich habe jetzt inzwischen 5-6 und der liegt auf Platz zwei (nur sehr knapp hinter Platz 1). Der 3x AAA Adapter ist ebenfalls sehr gut verarbeitet und kommt ebenfalls auf den zweiten Platz meiner AAA Adapter. Neben den kleinen Richtungspfeilen, die ins Plastik eingeprägt sind damit man sofort weiß, wie er eingelegt werden muss, hat er auch noch einen gut sichtbaren Aufkleber drauf. So kann man auch bei schlechten Lichtverhältnissen das gut erkennen. Hier wurde also auch etwas mitgedacht.

Jetzt beginnt für mich die Chinalampen Checkliste, die ich bei jeder Budgetlampe durchführe, bei Markenlampen nur zum Teil: Kontrolle der O-Ringe (gefettet), Gewinde (Metallspäne), LED (Menge Wärmeleitkleber/Paste), Haltering am Treiber und der Pill angezogen, müssen die Kabel der LED oder die Lötstelle am Treiber nachgelötet werden? Das dauert 10 Minuten, aber dann bin ich mir auch sicher, dass alles funktioniert.

Die Gewinde sind gefettet, die O-Ringe leider nicht. Das Batterierohr ist sauber anodisiert (sowohl innen als auch außen und die Gewinde sind sauber geschnitten). Positiv an den Gewinden fällt mir auch auf, dass sie recht viele Umdrehungen haben. Am Lampenkopf ca. 8,5 am Batterierohr ca. 6,5.
In der Endkappe gab es noch einen kleinen Metallspan. Da ich aber bei neuen Lampen das im Vorfeld inspiziere, habe ich den kurz rausgepustet.

Innenaufbau

Verbaut ist ein SMO Reflektor (im einwandfreien Zustand). Die XM-L U2 LED (in CW) ist auf einem 20mm Star verbaut und ordentlich verlötet. Leider wurde hier aber ein wichtiges Detail vergessen – die Wärmeleitpaste/Kleber unter dem Star. Er wird zwar durch den Zentrierschutzring um die LED und den Reflektor auf die Alupill gedrückt, dennoch sollte hier nachgearbeitet werden.
Ich habe diesen jetzt mit Wärmeleitpaste versehen.

LED

Positiv anzumerken ist, dass die Pill auch ein sehr langes Gewinde hat und damit eine gute Wärmeleitung an die Außenwand gewährleistet ist. Hier mal der Vergleich der ZF13 Pill zur C8 Pill. Die Wärmeleitung dürfte also der C8 überlegen sein und stellt eine gute Moddinggrundlage vor. Beim Throw wird sie aber die normale C8 (mit XM-L U2 LED) geschlagen, was aber zum einen am geringeren Durchmesser des Reflektors und der geringeren Tiefe liegt. Sie ist also kein Thrower.

Pill C8 F13

Der Edelstahlbezel ist flach und kann ebenfalls entfernt werden. Er hält nicht die Linse fest. Unter ihm ist noch mal ein schwarzer Steg, darunter der GITD O-Ring und erst dann kommt die Linse. Ohne den Bezel wäre dort aber ein Bereich frei und aus optischen Aspekten, gewinnt der Bezel. An ihm ist nichts auszusetzen, er ist nicht scharfkantig und setzt einen guten Farbkontrast. Die Schutzfolie hatte ich bereits am Anfang des Reviews erwähnt.
Alle O-Ringe sind GITD, auch wenn sie wie üblich nicht so lange leuchten.

GITD O-Ring Linse

Die Endkappe ist rot (Außendurchmesser 15,8mm). Verbaut ist ein Reverseclicky, leider mit next mode memory. Wenn sie also in Low ausgeschaltet wird, schaltet man sie später in Strobe wieder an.
Gehalten wird der Schalter von einem Messingring mit zwei Vertiefungen und in der Mitte hat er noch mal einen Kunststoffring. Der Clicky trägt die Aufschrift HS27200.
Der Schalter an der Endkappe ist gut bedienbar und auch mit meinem Daumen gut erreichbar, wenn man sie taktisch neben dem Kopf hält. Wenn man sehr große Daumen hat, wird man hier vermutlich aber ein paar Probleme haben und den Zeigefinger nutzen.
Trotz der Vertiefungen für den Finger ist sie tailstandfähig.
Weiterhin sind an der Endkappe zwei Löcher für Lanyards / Schlüsselringe mit einem Durchmesser von 2,9mm vorhanden.

Endkappe

Der Treiber wird von einem Aluminiumring mit zwei Löchern gehalten und ist mit einer langen Feder ausgestattet. Daher passen hier alle Akkus – egal ob Flattop oder Buttontop und sowohl protected als auch unprotected.

Der Treiber liefert die bekannten 5 Modi (high, mid, low, strobe, sos).
Folgende Werte habe ich gemessen. 18650 Li-Ionen Akku, Samsung unprotected vs. AAA ca. 4 Jahre alte Aldi Activ Energy Ni-MH, keine LSD (eigentlich nutze ich AAA nicht in Lampen, daher habe ich so alte Akkus hier, waren aber frisch geladen). Auf high liefert er 2,43 / 0,55 A, auf mid 1,18 / 0,3 A und auf low 0,31 / 0,09 A.

Driver

Er trägt die Aufschrift CX-5122-05
Da ich von Elektronik einfach zu wenig Ahnung habe, kann ich nicht beurteilen, ob man mit weiteren Widerständen hier noch mehr Leistung herauskitzeln kann (wie z.B. bei der SmallSun ZY-T13). Ich weiß nur aus dem BLF, dass mit einem 500K Widerstand über dem Kondensator gelötet der Next memory mode ausgehebelt werden kann und sie so zu einer no memory Lampe wird.
Der darauf verbaut Chip ist der Mem2309 (hier das Datenblatt des Herstellers MicrOne).

Indoorbeamshots: Einstellungen 1/25, ISO 200, f2,8

High

Mid

Low

Fazit:
Sie liegt schon in der Hand (eigentlich favorisiere ich 18650 Lampen, aber die 26650 Lampen mag ich vom Durchmesser noch etwas lieber), die Oberfläche ist gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an.
Da wir uns aber bei der kompletten Lampe bei unter 17€ incl. Versand befinden, sollte man hier überlegen, ob man sie wirklich mit einer Lampe aus den Preissegment von 60-80€ vergleichen darf. Die kleinen Kratzer bei Lieferung (DX hat mir dafür einen Wertausgleich angeboten) kann ich bei der Preisklasse problemlos verschmerzen.
Die fehlende Wärmeleitpaste finde ich einen gravierenden Mangel, den man aber ohne Löten schnell beheben konnte (die Kabel am Treiber waren recht lang, so dass ein loslöten der LED nicht nötig war).
Wenn man den Mangel behoben hat, bekommt man aber eine ziemlich gute Lampe zu einem tollen Preis. Durch den Edelstahlbezel und die rote Gummikappe hebt sie sich auch von den Standardlampen (komplett schwarz) schön ab.
Die 2,4A auf high sehe ich als etwas zu niedrig an, daher sollte das Moddingpotenzial nicht außer Acht gelassen werden.

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