Review XTAR H1 Commander XP-G2 mit roter LED AA 14500

XTAR hat mir freundlicherweise zwei Lampen für Reviews zur Verfügung gestellt.
Den Test der UL1 findet ihr hier.

Es ist die eine neue Kopflampe mit dem Namen H1 Commander. Es ist die AA/14500 Variante, aber es gibt auch noch das Schwestermodell H2 für CR123/16340.

Lampe: XTAR H1 Commander in schwarz
Maße: 23mm x 97mm, Gewicht: ca. 53g
Material: Aluminium, HA III
LED, Modi: Primär LED CREE XP-G2 R5, 4 Modi (ANSI Lumen): Turbo (330Lm) – nur mit 14500 Li-Ionen Akkus erreichbar, High (120Lm), Mid (60Lm), Low (3Lm), Intensität: 2820cd (Turbo), 1060cd (High)(Herstellerangabe)
Sekundär LED: CREE 5mm LED in rot 3 Lumen oder SOS Blinken mit 3 Lumen
Sonstige Daten: Ultra Clear tempered Glas Linse mit Anti-Reflektions Beschichtung, OP Reflektor, GITD O-Ring, IPX8, Sturzresistenz 1,5m, Reverse Clicky
Besonderheiten: Zwei LEDs. Die rote ist gut für den Nachteinsatz geeignet
Zubehör: Edelstahl Klipp, Kopfband, Minilanyard, Ersatz-O-Ring.
Lieferumfang: Blisterverpackung, Lampe, aufgeführtes Zubehör, Anleitung, Garantiekarte

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Seit einiger Zeit kann man bei XTAR auf der Homepage seine Produkte checken lassen. Zum einen erfährt man mit der 11 stelligen Serienummer einige Informationen. Diese hier werden bei der H1 gezeigt:
Model: XTAR H1
LED: CREE XPG2 R5
Reflector: Orange Peel Reflector
Color: Black
Version of Warranty Card: English
Sales Region: Europe
Sales Country: Germany

Weiterhin gibt es das Antifake Siegel. Das ist immer auf den gelben Aufklebern zu finden und wird von einer grauen Schicht verdeckt, die man wegkratzen kann. Wenn man diese 18-stellige Nummer bei XTAR auf der Homepage eingibt erfährt man, ob es ein bei XTAR produziertes Produkt ist. Dieses Siegel befindet sich auf allen Produkten, die seit Dezember 2012 verkauft werden. Hier sind ein paar davon: Auf der Verpackung des UL1, der H1 direkt auf dem WP2 II Lader.

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Mit dieser Lampe und dem Schwestermodell H2 etabliert XTAR auch Produkte im Kopflampensegment. Beide Lampen sind von den technischen Werten her identisch bis auf die Akkuart, mit der sie betrieben werden. Die H1 (diese stelle ich vor) läuft mit normalen AA Ni-MH Batterien bzw. Akkus, aber auch mit 14500 Li-Ionen Akkus. Die H2 läuft mit 16340 Li-Ionen Akkus oder CR123 Batterien.
Sie wird in einer Blisterverpackung geliefert, die einmal zugetackert ist. Man muss sie also nicht zerstören, um an die Sachen zu kommen, was ich immer ganz praktisch finde.
Die Zubehörteile sind: Ein Kopfband, ein schon montierter Klipp, ein Ersatz O-Ring sowie ein Minilanyard. Noch zusätzlich in der Verpackung ist eine Garantiekarte und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

In der Bedienungsanleitung findet man alle technischen Daten, die Funktionen und einige kleine Abbildungen. Trotz der geringen Größe (ca. 1x DinA4 einseitig bedruckt), ist sie übersichtlich und enthält auch alle Information bezüglich Garantie.

Um die Lampe im Kopfband nutzen zu können muss man den Klipp entfernen. In der Regel bekommen Lampen bei diesen Klipps die ersten kleinen Makel beim Abnehmen. Ich habe da eine Technik mit zwei Streichhölzern, die das oft verhindert.

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Das Kopfband hat eine Länge von 28,5 cm (ungedehnt und doppelt) und ist noch dehnbar. Befestigt wird die Lampe in einer Gummihalterung, wie sie auch von anderen Herstellern bekannt ist. Die Lampe sitzt darin recht fest, so dass sie ihre Position nicht unerwünscht verändert.

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Ich fange mit den drei kleinen optischen Makeln an der Anodisierung meines Testexemplars an. Diese sind aber wirklich ziemlich klein. Der Fehler auf der Höhe von der LED am Gehäuse wurde kurz mit einem Edding behandelt und jetzt habe ich Probleme, den Makel überhaupt noch zu finden – das nennt man dann wohl Smart Repair. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass mir für den Review diese Lampe absichtlich zur Verfügung gestellt wurde, da bei Lampen für den Verkauf, solche Fehler nicht vorhanden sein sollten.
Die hellen Punkte sind kleine Staubkörner oder Blütenpollen (also keine Fehler).

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Fangen wir aber jetzt mit den schönen Sachen an.
Die Lampe ist schwarz anodisiert und selbst unter dem Klipp sind keine Kratzer zu finden. Sie ist komplett aus Aluminium gefertigt. Die O-Ringe sind alle gut gefettet und die Gewinde laufen butterweich.

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Die Wandstärke beträgt 2,45mm (nicht an den Kühlrippen) und die Lampe ist komplett mit Kühlrippen umgeben. Dadurch kann man sie gut greifen, kann ein Paracord Lanyard an ihr befestigen (ohne die inneren Seelen, da es sonst zu dick ist) und unterstreicht das ansehnliche Design.
Der komplette Druck (Seriennummer /Modellnamen/Hersteller)auf der Lampe ist perfekt.

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Sie steht sowohl auf dem Kopf als auch auf dem Batteriedeckel sicher.

Verbaut ist eine XP-G2 R5 LED und mein Exemplar ist sehr NW (siehe Beamshots weiter unten). Die Linse ist aus beschichtetem AR Glas und darunter befindet sich ein GITD O-Ring. Gehalten wird das Ganze durch einen flachen Edelstahlbezel, der auch einen schönen Farbakzent setzt. Auch die rote LED hat einen solchen flachen Bezel.
Verbaut ist ein OP Reflektor und die LED ist per Zentrierungsring genau in der Mitte.

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Stromversorgung:
Betrieben werden kann die Lampe sowohl mit einem 14500 Li-Ionen Akku, wo einem dann auch der Turbomodus zur Verfügung steht. Mit Ni-MH Akkus steht einem dieser Modus nicht zur Verfügung.
Sobald der Akku (egal welcher) nicht mehr genügend Leistung hat, fällt der stärkste Modus weg. Sie wird also bei einem sehr schwachen Akku zu einer 2-Mode Lampe (bei AA) bzw. 3 Mode (bei 14500).

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Wenn die Lampe mit einem 14500 im Turbomodus betrieben wird, schaltet die Lampe selbstständig nach exakt 5 Minuten in den high Modus zurück. Damit soll die LED vor Überhitzung geschützt werden. Die Lampe ist aber nach den 5 Minuten immer noch recht kühl. Auch nach 10 Minuten Turbo-Modus ist der Lampenkopf nicht sonderlich warm.
In mein Exemplar der ersten Charge funktionieren alle AA Akkus und sowohl unprotected als auch protected 14500 Akkus von mir problemlos. Ich nutzte protected 14500 von Trustfire mit einer Länge von 50,75 mm. Da es da aber wohl ein paar Probleme gab, hat XTAR eine neue Endkappe entwickelt und liefert diese bereits bei allen Lampen mit aus.

Die Lumenwerte sind ANSI Lumen – jeweils mit der Laufzeit.
Diese Werte stammen vom Hersteller (XTAR 14500 mit 750mAh):
Turbo 330Lm (80min), high 120Lm (1,5h), mid 60Lm (6h), low 3Lm (180h)

Mein Laufzeittest wurde mit zwei unterschiedlichen 14500 Trustfire Li-Ionen Akku (geflammt, einmal protected, einmal unprotected) durchgeführt und der Unterschied lag unter 1 Minute.

Turbo Laufzeit:
Hierbei habe ich zwei Mal den Turbomodus hinter einander laufen lassen (nach 5 Minuten schaltet sie automatisch zurück auf high) und dann 1-2 Minuten die Lampe ausgeschaltet. Danach kamen wieder zwei Turbomodusdurchgänge usw..

Turbo:
Sie schaltet automatisch nach 5 Minuten auf high zurück, dann habe ich sofort wieder auf turbo geschaltet. Nach dem zweiten turbo Durchgang habe ich sie ausgeschaltet und 3-4 Minuten gewartet – es wird also eine kurze Erholungspause beim Akku gegeben haben, aber ich wollte ja nicht die LED gefährden. Nach 10 Minuten turbo ist der Kopf recht warm, aber noch nicht heiß. Ich habe nur die Zeit gemessen, bis sie zum ersten Mal außerplanmäßig (also vor den 5 Minuten) runtergeschaltet hat.
So kam ich auf einen Laufzeit von 1 Stunde und 3 Minuten.
Herstellerangabe (mit einem XTAR 14500 pro. 750mAh Akku): 80 Minuten

High:
Nach 90 Minuten am Stück auf high habe ich sie mal für 3-4 Minuten ausgeschaltet (sie war aber noch nicht heiß). Danach ging es weiter. Ich kam auf insgesamt 1 Stunde und 54 Minuten.
Herstellerangabe (mit einem XTAR 14500 pro. 750mAh Akku): 90 Minuten

Ich kam also auf eine kürzere Laufzeit bei turbo, aber auf eine weit längere bei high.
Spekulation von mir:  XTAR hat bei den Zeiten was verwechselt. Es hat mich schon im Vorfeld irritiert, dass ein 14500 Akku bei high eine kürzere Laufzeit hat als ein AA Akku, aber bei mid und low länger halten soll. Von daher auch noch mal eine Laufzeitmessung auf mid: 3 Stunden 37 Minuten.

AA Sony mit 2500mAh:
Turbo nicht möglich, high 120Lm (2,1h), mid 60Lm (4h), low 3Lm (95h)

Zusätzlich hat sie noch einen rote CREE LED mit 3 Lumen, die auch im SOS Mode blinken kann.
Mich erinnert diese sofort an das rote Auge vom Terminator, daher nenne ich diese LED im weiteren Verlauf immer Terminator-LED.

Leuchtmodi:
Der verbaute Treiber ist auf meinen Bildern schlecht erkennbar, da man nur die Tailcap abschrauben kann. Daher verweise ich mal auf das 12. Bild auf der XTAR Homepage, wo man ihn gut sehen kann.
Er verfügt über einen Verpolungsschutz (wurde von mir getestet und der funktioniert)

Sie hat vier normale Modi (low, mid, high und mit 14500 auch turbo) und dazu noch die rote LED mit zwei Modi (low und sos), die man durch zweifaches betätigen des Schalters aktiviert. Von dem normalen roten Modus kommt man mit zweimaligen schnellen Drücken zum roten SOS Mode.
Die Reihenfolge der Modi: Low, mid, high, turbo. XTAR gibt folgende ANSI Lumen mit an: 3 / 60 / 120 / 330.
Sie verfügt über einen Überhitzungsschutz, in dem sie automatisch nach 5 Minuten von turbo auf high zurück schaltet. Diese Zeit stimmt bei mir auch ganz genau – keine Sekunde länger oder kürzer. Es wird davor gewarnt dann wieder sofort in den Turbo-Modus zu wechseln. Der Kopf der Lampe ist aber nach 5 Minuten nicht sonderlich warm und nach 10 Minuten Turbo-Modus merkt man erst eine Erwärmung (ich schätze mal 35-38 Grad).
3 Lumen reichen vollkommen aus, um sich in der dunklen Wohnung zu orientieren und niemanden zu wecken, wenn man dann ins Bett schleicht. Der mid und high Modus ist eine gute Steigerung. Mit dem turbo Modus kommt man auf eine ausreichende Reichweite für eine Kopflampe. Man sollte dabei beachten, da hier keinen XM-L LED verbaut ist, sondern eine XP-G2 mit max. 330 Lumen.
Verarbeitet ist ein OP Reflektor, aber man hat einen deutlich Spot im Vergleich z.B. zur Spark SG5. Die Farbe ist NW, aber deutlich cooler als die Zebralight SC52W (siehe Beamshot) oder die Spark SG5 mit NW LED.

Die Terminator LED ist im Dunkeln sehr viel angenehmer für die Augen als die HauptLED. Die Effizienz ist schlechter (sie verbraucht also mehr Strom bei den 3 „roten“ Lumen als bei den 3 weißen Lumen).

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Den roten SOS Mode mit 3 Lumen finde ich ziemlich sinnlos. Bei kurzer Entfernung sieht man zwar, aber da würde ein SOS Mode mit weißer LED ebenso so gut sichtbar sein. Wenn er nicht nur 3 Lumen hätte, könnte man ihn auch über eine weiterer Entfernung wahrnehmen.
Da die roten Modi aber eh leicht versteckt sind und erst in den normalen roten Modus kommt, stört mich das nicht. Ich werde den roten SOS Mode wohl nur extrem selten nutzen.

Man kann aber sofort von der ausgeschalteten Lampe in den roten Modus kommen, in dem man den Schalter einfach schnell zwei mal hinter einander betätigt. Der normalen weiße low Modus wird dabei nicht aktiviert.

Ich kann mit der roten LED auch ein Buch lesen, aber das strengt die Augen doch schon an. Kartenlesen im Auto als Beifahrer funktioniert aber super und stört den Fahrer nicht.
Bei Beamshots an der weißen Wand sieht man deutliche Ringe. Im natürlichen Einsatz, fallen die nicht auf.

Hier mal der Unterschied zwischen den roten und weißen 3 Lumen (entschuldigt bitte das etwas unscharfe Bild).
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Bis zu welchem Voltwert kann man die einzelnen Modi nutzen?
Das habe ich mit einem unprotected 14500 Trustfire Akku getestet.
Bis ca. 3,2V steht einem jeder Modi zur Verfügung. Fällt sie darunter, hat man keinen Turbomode mehr, ab ca. 3,15 fällt der high Mode weg und kurz danach der Mid Mode.

Den Low Modus und den roten Modi kann man bis ca. 2,69V nutzen (unter Last, nach 10 Minuten war der Akku wieder bei 2,73V) und die Lampe geht aus. XTAR schreibt, dass die Lampe bei 2,75V ausgeht. Der Messunterschied kann aber auch an meinem Multimeter liegen.
Dieser Wert liegt nach meiner Einschätzung noch im grünen Bereich und somit steht dem Einsatz von unprotected Akkus nichts entgegen.

Geräusche
Einige werden bei Lampen öfters mal ein hohes Piepsgeräusch hören – andere nicht. Bei mir selber kann ich feststellen, dass ich die Geräusche mit dem rechten Ohr höre, mit dem linken aber nicht, da meine Ohren unterschiedlich gut sind. In den anderen Reviews der H1 bzw. H2 habe ich nichts von den Piepsgeräuschen gelesen. Ich weiß daher nicht, ob mein eines Ohr einfach besser ist als das der anderen Reviewer oder ob das nur meine Lampe hat (was ich mir aber nicht richtig vorstellen kann).

Beim Betrieb mit einem 14500 Akku, kann ich sowohl im mid als auch im high Modus Piepsgeräusche wahrnehmen, bei einem AA Akku nur im mid-Modus.
Wer also sehr gute Ohren hat, könnte das etwas nervig finden, da man die Kopflampe ja nicht all zu weit vom Ohr nutzt.

Beamshots an die weiße Wand: 1/25 ISO 200 f2,8
Low, AA Ni-MH
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Mid, AA Ni-MH
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High, AA Ni-MH
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Turbo, 14500 Li-Ionen Akku:
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Hier noch einmal Beamshots der XTAR H1 Commander und der Zebralight SC52w

Verbesserungsideen:
– Magnet in der Tailcap
– Piepsgeräusche umgehen
– anderer Klipp (ähnlich wie bei den älteren Zebralightmodellen – wie der H30). Hier ist mal ein Bild davon – sie passt ideal da rein.

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Fazit:
Die H1 finde ich gut durchdacht mit den zwei LEDs, der automatischen Runterschaltung von turbo auf high nach 5 Minuten und dass man sie mit AA und 14500 betreiben kann. Die rote LED ist für mich ein guter Zugewinn und auch für Geocaching nutzbar (eventuell auch für Jäger). Für Nutzer, mit sehr empfindlichen Ohren wird diese Lampe aktuell aber nicht das Optimum sein, da sie im mid Modus (und bei 14500 auch im high) Modus leicht piepst.

UltraFire LZZ-F13, die mit der roten Tailcap XM-L U2 26650 / 18650 / 3x AAA

Es hat jetzt einen UltraFire Lampe den Weg zu mir gefunden, die mich aus mehreren Gründen angesprochen hat und die ich jetzt hier vorstellen möchte.

Ich beginne mal mit einen paar technische Daten:

Name: UltraFire LZZ-F13
Maße: 15,1cm x 3,30cm (Batterierohr), Kopfdurchmesser (außen) 4,08cm, Durchmesser der Öffnung 3,40cm
LED, Treiber, Modi: XM-L U2 CW, Treiber ist generisch (kein Hersteller erkennbar), 5 Modi high, mid, low, strobe, sos, next memory mode
Sonstige Daten: 26650 / 18650 / 3x AAA, schwarz, Edelstahl Bezel (flach), SMO Reflektor, IPX7
Besonderheiten: Rote Gummikappe, überall GITD O-Ringe
Zubehör: 18650 auf 26650 Adapterrohr, 3x AAA Träger, kleiner Schlüsselring
Preis und Bezugsquelle: $21,60 bei Dealextreme / dx.com

DX führt die Lampe unter drei verschiedenen Bezeichnungen (andere Hersteller, sehen aber für mich identisch aus bis auf das Herstellerlogo), mit jeweils leichten Unterschieden in den technischen Daten und Zubehör. Da man in der Regel auf die Leuchtreichweite und Amperewerte bei DX wenig geben kann, lasse ich diese außen vor.
Die hier vorgestellte Lampe ist die UltraFire LZZ-F13 und die mit den besten technischen Daten. Dann gibt es die Raysoon RS-F13 Raysoon RS-F13, die ich mal als „Zubehörupgrade Version“ bezeichne. Bei ihr ist ein 26650 Akku dabei, eine Diffuser, ein brauchbar aussehendes Lanyard und eine günstige Box (günstige Version einer Otterbox) – dieses Paket kostet aber nur $4,40 mehr. Dann gibt es noch die Sky Eye F13, die das gleiche kostet wie die UltraFire, aber die technischen Werte (wenn man denen trauen will) sind schlechter (1200mA auf high, die UF soll 2400mA haben, was ich auch bestätigen kann – ich messe 2,43A).

Da die UltraFire vor der Raysoon verfügbar war, habe ich diese gewählt. Die Raysoon dürfte die bessere Wahl sein wegen dem Zubehör. Den Akku vernachlässige ich mal, da unbekannte Qualität, aber gutes Lanyard, Diffuser und die Box rechtfertigen die $4,40 absolut.

Wer jetzt meint, dass die Lampe einem bekannt vorkommt – da gibt es die Shadow JM07, die eindeutig das Vorbild für diese Lampe war. Die erste JM07 ist aber kaum noch auf dem Markt anzutreffen, einige Shops führen dafür das Nachfolgermodell (gleicher Name), aber mit Seitenschalter.

Wenn man genauer hinschaut, sieht man aber schnell die Unterschiede zur Shadow (im Inneren ist beinahe alles anders) und außen ist es z.B. im Vergleich zur alten Version der nicht abnehmbare Bezel oder das anderer Design der Tailcap.

Zurück zur UltraFire.
Kaufargumente für mich waren: Man kann neben 26650 auch 18650 Akkus nutzen, ansprechendes Design und schließlich (auch wenn es sich vielleicht lächerlich anhört), die rote Endkappe.

Geliefert wird sie wie üblich in einer kleinen weißen Pappbox in Luftpolsterfolie. Beim Auspacken fiel mir sofort auf, dass sie eine Schutzfolie auf der Linse hatte. Das war bisher bei keiner meiner Lampen der Fall (egal ob Budgetsegment oder Markenlampen des mittleren bis hohen Preissegments wie Fenix TK35, Olight M21 Warrior, ThruNite T30S, ThruNite TN31).

Bezel

Die Lampe ist schwarz ganz leicht mattiert. Am Übergang Endkappe und Batterierohr fällt ein leichter Farbunterschiede auf. Da ich dies aber auch von Markenherstellern kenne (bei Solarforce passiert das in der letzten Zeit öfters) und der Unterschied sehr gering ist, vernachlässige ich das.

Hier mal einige Eindrücke. Mein Exemplar hatte einige Kanten keine schwarze Schicht mehr – an der Tailcap und an zwei Kühlrippen. Mit etwas schwarzen Marker kann man die kleinen Stellen aber verschwinden lassen.

Makel

Der 18650 auf 26650 Adapter ist sehr ordentlich. Ich habe jetzt inzwischen 5-6 und der liegt auf Platz zwei (nur sehr knapp hinter Platz 1). Der 3x AAA Adapter ist ebenfalls sehr gut verarbeitet und kommt ebenfalls auf den zweiten Platz meiner AAA Adapter. Neben den kleinen Richtungspfeilen, die ins Plastik eingeprägt sind damit man sofort weiß, wie er eingelegt werden muss, hat er auch noch einen gut sichtbaren Aufkleber drauf. So kann man auch bei schlechten Lichtverhältnissen das gut erkennen. Hier wurde also auch etwas mitgedacht.

Jetzt beginnt für mich die Chinalampen Checkliste, die ich bei jeder Budgetlampe durchführe, bei Markenlampen nur zum Teil: Kontrolle der O-Ringe (gefettet), Gewinde (Metallspäne), LED (Menge Wärmeleitkleber/Paste), Haltering am Treiber und der Pill angezogen, müssen die Kabel der LED oder die Lötstelle am Treiber nachgelötet werden? Das dauert 10 Minuten, aber dann bin ich mir auch sicher, dass alles funktioniert.

Die Gewinde sind gefettet, die O-Ringe leider nicht. Das Batterierohr ist sauber anodisiert (sowohl innen als auch außen und die Gewinde sind sauber geschnitten). Positiv an den Gewinden fällt mir auch auf, dass sie recht viele Umdrehungen haben. Am Lampenkopf ca. 8,5 am Batterierohr ca. 6,5.
In der Endkappe gab es noch einen kleinen Metallspan. Da ich aber bei neuen Lampen das im Vorfeld inspiziere, habe ich den kurz rausgepustet.

Innenaufbau

Verbaut ist ein SMO Reflektor (im einwandfreien Zustand). Die XM-L U2 LED (in CW) ist auf einem 20mm Star verbaut und ordentlich verlötet. Leider wurde hier aber ein wichtiges Detail vergessen – die Wärmeleitpaste/Kleber unter dem Star. Er wird zwar durch den Zentrierschutzring um die LED und den Reflektor auf die Alupill gedrückt, dennoch sollte hier nachgearbeitet werden.
Ich habe diesen jetzt mit Wärmeleitpaste versehen.

LED

Positiv anzumerken ist, dass die Pill auch ein sehr langes Gewinde hat und damit eine gute Wärmeleitung an die Außenwand gewährleistet ist. Hier mal der Vergleich der ZF13 Pill zur C8 Pill. Die Wärmeleitung dürfte also der C8 überlegen sein und stellt eine gute Moddinggrundlage vor. Beim Throw wird sie aber die normale C8 (mit XM-L U2 LED) geschlagen, was aber zum einen am geringeren Durchmesser des Reflektors und der geringeren Tiefe liegt. Sie ist also kein Thrower.

Pill C8 F13

Der Edelstahlbezel ist flach und kann ebenfalls entfernt werden. Er hält nicht die Linse fest. Unter ihm ist noch mal ein schwarzer Steg, darunter der GITD O-Ring und erst dann kommt die Linse. Ohne den Bezel wäre dort aber ein Bereich frei und aus optischen Aspekten, gewinnt der Bezel. An ihm ist nichts auszusetzen, er ist nicht scharfkantig und setzt einen guten Farbkontrast. Die Schutzfolie hatte ich bereits am Anfang des Reviews erwähnt.
Alle O-Ringe sind GITD, auch wenn sie wie üblich nicht so lange leuchten.

GITD O-Ring Linse

Die Endkappe ist rot (Außendurchmesser 15,8mm). Verbaut ist ein Reverseclicky, leider mit next mode memory. Wenn sie also in Low ausgeschaltet wird, schaltet man sie später in Strobe wieder an.
Gehalten wird der Schalter von einem Messingring mit zwei Vertiefungen und in der Mitte hat er noch mal einen Kunststoffring. Der Clicky trägt die Aufschrift HS27200.
Der Schalter an der Endkappe ist gut bedienbar und auch mit meinem Daumen gut erreichbar, wenn man sie taktisch neben dem Kopf hält. Wenn man sehr große Daumen hat, wird man hier vermutlich aber ein paar Probleme haben und den Zeigefinger nutzen.
Trotz der Vertiefungen für den Finger ist sie tailstandfähig.
Weiterhin sind an der Endkappe zwei Löcher für Lanyards / Schlüsselringe mit einem Durchmesser von 2,9mm vorhanden.

Endkappe

Der Treiber wird von einem Aluminiumring mit zwei Löchern gehalten und ist mit einer langen Feder ausgestattet. Daher passen hier alle Akkus – egal ob Flattop oder Buttontop und sowohl protected als auch unprotected.

Der Treiber liefert die bekannten 5 Modi (high, mid, low, strobe, sos).
Folgende Werte habe ich gemessen. 18650 Li-Ionen Akku, Samsung unprotected vs. AAA ca. 4 Jahre alte Aldi Activ Energy Ni-MH, keine LSD (eigentlich nutze ich AAA nicht in Lampen, daher habe ich so alte Akkus hier, waren aber frisch geladen). Auf high liefert er 2,43 / 0,55 A, auf mid 1,18 / 0,3 A und auf low 0,31 / 0,09 A.

Driver

Er trägt die Aufschrift CX-5122-05
Da ich von Elektronik einfach zu wenig Ahnung habe, kann ich nicht beurteilen, ob man mit weiteren Widerständen hier noch mehr Leistung herauskitzeln kann (wie z.B. bei der SmallSun ZY-T13). Ich weiß nur aus dem BLF, dass mit einem 500K Widerstand über dem Kondensator gelötet der Next memory mode ausgehebelt werden kann und sie so zu einer no memory Lampe wird.
Der darauf verbaut Chip ist der Mem2309 (hier das Datenblatt des Herstellers MicrOne).

Indoorbeamshots: Einstellungen 1/25, ISO 200, f2,8

High

Mid

Low

Fazit:
Sie liegt schon in der Hand (eigentlich favorisiere ich 18650 Lampen, aber die 26650 Lampen mag ich vom Durchmesser noch etwas lieber), die Oberfläche ist gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an.
Da wir uns aber bei der kompletten Lampe bei unter 17€ incl. Versand befinden, sollte man hier überlegen, ob man sie wirklich mit einer Lampe aus den Preissegment von 60-80€ vergleichen darf. Die kleinen Kratzer bei Lieferung (DX hat mir dafür einen Wertausgleich angeboten) kann ich bei der Preisklasse problemlos verschmerzen.
Die fehlende Wärmeleitpaste finde ich einen gravierenden Mangel, den man aber ohne Löten schnell beheben konnte (die Kabel am Treiber waren recht lang, so dass ein loslöten der LED nicht nötig war).
Wenn man den Mangel behoben hat, bekommt man aber eine ziemlich gute Lampe zu einem tollen Preis. Durch den Edelstahlbezel und die rote Gummikappe hebt sie sich auch von den Standardlampen (komplett schwarz) schön ab.
Die 2,4A auf high sehe ich als etwas zu niedrig an, daher sollte das Moddingpotenzial nicht außer Acht gelassen werden.