XTAR UL1 – USB Lampe mit 4 Modi und max. 180 Lumen

XTAR hat mir freundlicherweise zwei Lampen für Reviews zur Verfügung gestellt.
Hier ist die erste Lampe, der zweite Test (XTAR H1) folgt noch.

XTAR UL1 Verpackung

Es ist die USB Mini Lampe UL1 und hier sind einige technische Daten und der Link zur Herstellerhomepage:

Lampe: XTAR UL1 in silber weiß (auch erhältlich in blau/weiß)
Maße: Durchmesser 23,03mm x 38,20mm bzw. 48,1mm (incl. USB)
LED, Modi: CREE XP-E R3, 4 Modi + 2 versteckte (ANSI Lumen): Turbo (180Lm), High (120Lm), Mid (60Lm), Low (3Lm), versteckt: Blinken (man muss doppelt drücken um dort hin zu kommen. Die Helligkeit entspricht Mid 60Lm und SOS, kein Modememory, Intensität: 555cd (Herstellerangabe)
Reihenfolge der Modi: High, Turbo, Mid, Low
Sonstige Daten: Linse ist strukturiert und aus Kunststoff
Besonderheiten: USB Anschluss (kompatibel zu USB 2.0/3.0) – man benötigt also eine Stromquelle mit USB, Voltbereich: 2,75-5,5V, Überhitzungsschutz (schaltet automatisch runter)
Zubehör: Schwanenhalsverlängerung
Lieferumfang: Blisterverpackung, Lampe, Schwanenhals, Anleitung, Garantiekarte

Lieferumfang

Seit einiger Zeit kann man bei XTAR auf der Homepage seine Produkte checken lassen. Zum einen erfährt man mit der 11 stelligen Serienummer einige Informationen. Diese hier werden bei der UL1 gezeigt:
Model: XTAR UL1
LED: CREE XP-E R3
Reflector: Smooth Reflector
Color: Silvery
Version of Warranty Card: English
Sales Region: Europe
Sales Country: Germany

Antifake Siegel

Weiterhin gibt es das Antifake Siegel. Das ist immer auf den gelben Aufklebern zu finden und wird von einer grauen Schicht verdeckt, die man wegkratzen kann. Wenn man diese 18stellige Nummer bei XTAR auf der Homepage eingibt erfährt man, ob es ein bei XTAR produziertes Produkt ist. Dieses Siegel befindet sich auf allen Produkten, die seit Dezember 2012 verkauft werden. Auf dem Bild seht ihr einige davon: Auf der Verpackung des UL1, der H1 direkt auf dem WP2 II Lader.

Lampe

Das Konzept finde ich sehr spannend: Klein, flexibel (im wahrsten Sinne des Wortes) einsetzbar, leicht. Man benötigt lediglich eine USB Stromquelle und schon stehen einem 4 (6 mit dem Blinken, die Modi sind aber versteckt) Modi zur Verfügung. Als Stromquelle können sowohl der Laptop/PC dienen, aber auch Ladegeräte wie die XTAR Lader WP2 II, WP2s, XP1, XP4, Akkuspacks/mobile Banks, KFZ USB Ladegeräte, Wand USB Lader (also auch eventuell für Kinder als Nachtlicht im Low-Modus). Es gibt also jede Menge Einsatzmöglichkeiten.

Anschluss

Als einziges Zubehörteil ist der Schwanenhals mit dabei. Gesamtlänge 37,5cm, wobei 29,2cm auf den beweglichen Teil entfallen. Er ist extrem flexibel, was ich ab dem ersten Moment als sehr angenehm empfand. Man kann daher die Lampe in viele Positionen bringen.

Schwanenhals

Als eine Art „Teleskoplampe“ an einem Ladegerät eignet es sich bedingt. Wenn man schnelle Bewegungen ausführt mit der Traghand bewegt sich der Schwanenhals leicht mit.

Auf Anhieb fallen mir zahlreiche Möglichkeiten ein, wo man sie einsetzen kann. Einige habe ich bereits genannt, aber hier ist noch mal einen spontane Liste:

– PC Beleuchtung um nicht im Dunkeln zu sitzen
– Buchleselampe
– Zeltdeckenleuchte
– In Kombination mit einem Ladegerät oder einer mobile Bank wird es zur Taschenlampe
– Mit KFZ USB Adapter auch ein gute Leselampe für de Beifahrer oder wenn mal was unter den Sitz gerollt ist oder man beim Autostaubsaugen Licht braucht
– Nachtlicht für Kinder (3 Lumen)

Aufbau
Hier mal einige Eindrücke. Mein Exemplar ist makellos.
Die Lampe ist weiß und der Metallbereich ist aus mattiertem Aluminium. Die Kühlrippen sind sauber geschnitten und bieten so viel Widerstand, dass man es gut aus jedem USB Schacht wieder herausziehen kann.
Ich finde keine Kratzer, sie hat einen sauberen Druck der Seriennummer /des Modellnamens und die Modi lassen sich sauber schalten.
Verbaut ist eine XP-E R3 LED in CW. Die Linse vorne ist aus strukturiertem Kunststoff, die das Lichtbild breit streut. Es sind keine Ringe zu erkennen. Ich war nicht in der Lage die Lampe zu öffnen gehe daher davon aus, dass die Gewinde verklebt sind.

Bauartbedingt brauche ich nicht auf IPX und Wasserdichtigkeit eingehen.
Mit den Maßen (Durchmesser 23,03mm x 38,20mm bzw. 48,1mm [incl. USB]) passt sie auch ins kleinste Handgepäck.

Einsatzort:
Hier gibt es eine Fülle von Möglichkeiten und ich bin mir sicher, jedem werden da noch einige weiterer einfallen. Hier sind nur mal ein paar, die ich getestet habe.
Man kann sie als Leselampe nutzen, am PC/Laptop wenn man da eine Lichtquelle braucht, als Taschenlampe mit einem Batteriepack oder im Auto per USB Ladegerät.
Einige Lampenfreunde werden da vielleicht sagen: Ich habe doch immer meine EDC griffbereit – wofür brauche ich die noch? Zum einen kann man nie genug Lampen haben. Weiterhin finde ich den Einsatz als Leselampe sehr praktisch, da ich keine Lust habe längerer Zeit mit einer Kopflampe ein Buch zu lesen. Außerdem finde ich die Einsatzmöglichkeit für den Urlaub ideal. Als Urlaubslader nehme ich eh den WP2 II mit und so habe ich neben 1-2 normalen Lampen auch noch eine Ersatzlampe oder eben eine Leselampe.

Lichtmodi:
Zum verbauten Treiber kann ich leider keine Bilder zeigen, da ich nicht in der Lage war, die Lampe zu öffnen. Ich wollte jetzt auch nicht mit der Rohrzange an die kleine Lampe ran.

Sie liefert laut der Homepage und der Anleitung 4 Modi (Turbo, High, Mid, Low) – allerdings hat meine noch zwei weitere Modi, die nur in einer Zeile der Bedienungsanleitung erwähnt werden, die man durch zweifaches betätigen des Schalters aktiviert. Das ist ein Blinkmodi in der Mid Helligkeit. Es ist kein Strobe, da sie gerade einmal zwei Mal pro Sekunde blinkt. Von dem kommt man mit zweimaligen schnellen Drücken zum SOS Mode.
Die Reihenfolge der Modi: High, turbo, mid, low. XTAR gibt folgende ANSI Lumen mit an: 120 / 180 / 60 / 30.
Sie verfügt über einen Überhitzungsschutz, in dem sie automatisch nach 5 Minuten von Turbo auf high zurück schaltet. Diese Zeit stimmt bei mir auch ganz genau – keine Sekunde länger oder kürzer. Es wird davor gewarnt dann wieder sofort in den Turbo Modus zu wechseln. Der Kopf der Lampe ist auch schon ziemlich warm/leicht heiß nach diesen 5 Minuten.
Da die Lampe aber eh nicht als Standarttaschenlampe gedacht ist sondern ich sehe sie eher als Leselampe für Bücher, PC/Laptop/Ipad-Beleuchtung im Dunklen (ich sitze ungern im Dunkeln vor dem PC) finde ich das auch vollkommen ausreichend.
Um ein Buch zu lesen, empfinde ich 3 Lumen als zu dunkel (sehr anstrengend für die Augen), 60 Lumen sind da mehr als ausreichend.
Wenn man ein längeres USB Verlängerungskabel hat, kann man damit auch eine kleine Deckenleuchte im Zelt bauen. Also Akkupack an den Zeltrand, Verlängerungskabel dran und oben in der Zeltmitte an den Haken oder das Zeltnest hängen.
Die Laufzeit hängt vom benutzten Akku ab, da sie aber längerfristig mit 120 Lumen genutzt werden kann (sie schaltet automatisch nach 5 Minuten von Turbo zu high zurück), dürfet die Laufzeit richtig lang sein.

Bautechnisch lassen sich aus dieser kleinen Lampe nur schwer mehr Lumen holen. Durch die Energiequelle von USB muss der Treiber mit 500mAh auskommen können. Weiterhin ist sie nach 5 Minuten schon leicht heiß am Metallkopf, daher wird alles, was mehr Energie liefert schnell in Richtung heiß und Überhitzung laufen.

Amperemessungen habe ich nicht durchgeführt, da ich nicht das entsprechende Equipment habe (keine Kontakte die so klein sind, dass sie nur eine Leitung im USB Stecker berühren und nicht den äußeren Bereich des Steckers).


Geräusche

Da einige summende Lampen nicht so sehr mögen, sollte dieser Teil mit Sorgfalt gelesen werden.
Schon mal vorab: Das Piepgeräusch hängt stark von der Energiequelle und dem Modi ab. Man kann also eine sehr leise Kombination haben, aber ebenso mit einer anderen Energiequelle ein stärkeres Piepsen.

Ich testete drei Konfigurationen (jeweils mit [2] und ohne [1] Schwanenhals):
(a) XTAR WP2 II, (b) Miller 102 (Version 3 – die neuste, die seit ca. April 2013 verkauft wird), (c) am PC USB Ausgang.

Die Angaben in Zentimeter geben die Entfernung zum Ohr an, ab wann ich was höre. Es herrschte absolute Stille bis auf den PC-Test, wo die Lüfter leise laufen.
Die Geräusche am Schwanenhals habe ich einmal am Übergang Schwanenhals Lampe und Schwanenhals Ladegerät/PC getestet, wobei letzte Kombination genauso laut ist, wie wenn die Lampe direkt damit verbunden ist.

(a) 1 an der Lampe: high, mid unter 12cm, low ans Ohr drücken, turbo ist lautlos
(a) 2: high, mid unter 3cm, low ans Ohr drücken, turbo ist lautlos

(b) 1 an der Lampe: high, mid unter 8cm, low ans Ohr drücken, turbo ist lautlos
(b) 2: high, mid unter 50cm (auch bei komplett ausgestreckten Arm höre ich es noch), low unter 3cm, turbo ist lautlos

(c) 1 an der Lampe:: high, mid unter 30cm, low ans Ohr drücken, turbo ist lautlos
(c) 2: immer lautlos

Im mid Modus war es immer minimal lauter als in high.

Mit dem Miller Ladegerät bildet es sowohl optisch als auch von der Größe her einen gute Kombination. Mit dem WP2 II
Mit beiden wird die Lampe zur „Tailstandlampe“. Mit dem Schwanenhals verlieren beide diese Fähigkeit aber wieder bzw. steht sehr wacklig.
Durch das recht laute Piepsgeräusch im high, mid Modus empfehle ich den Einsatz mit dem Miller Lader aber nicht.
Auch JoJo von selected lights hat das in seinem sehr kurzen Vorstellungsvideo festgestellt. Ich verweise mal auf sein Youtube Video, wo er es mit dem Powertraveller powermonkey discovery kurz benutzt.


Beamshots:

1/10 Sekunde, Iso 100, f2,8

Turbo

High

Mid

Low

Fazit:
Es freut mich sehr, dass XTAR diese Lampe umgesetzt hat. Klein, für viele Aufgaben einsetzbar, 4 Modi ohne Blinken (bzw. nur versteckt) und das ganze für unter 20€.
180 Lumen sind für die viele Aufgaben mehr als ausreichend, außerdem soll es meiner Meinung nach keine echte Taschenlampe dauerhaft ersetzen, vor allem nicht für Flashaholiks, die eh immer mehr als eine Lampe am Körper tragen. Sie bietet einfach viele Einsatzmöglichkeiten und durch den Überhitzungsschutz verhindert man den Hitzetod. Für mich ist die Lampe ein klarer Kauf 🙂
Wenn ich noch eine kaufe wird es eine blaue werden.

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