XTAR WK35 + Cree XM-L U2, lange Laufzeit

Ken von XTAR hat mir freundlicherweise eine ihrer neusten Lampen für einen Review überlassen. Dafür möchte ich mich hiermit noch einmal recht herzlich bedanken 🙂

XTAR WK35

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Es handelt sich um das die XTAR WK35 – hier noch mal der Link zur XTAR Homepage

Hier mal die wichtigsten Daten in der Übersicht:
CREE XM-L U2 bin LED
Max. Output: 500 Lumen geregelt durch einen high effective constant-current driver
Spannungsbereich: 2.75 – 4,2 Volt
Verwendbare Akkus: 1x 18650/18700
Beidseitige Federn im Batterierohr für bessere Stürzabsorption
Laufzeit:
High output: 500 Lumen max für 2,9 Stunden
Mid output: 200 Lumen max für 7,5 Stunden
Low output: 70 lumen max für 23,5 hours

Strobe output: 500 Lumen ohne Zeitangabe (WICHTIG: Der Mode ist etwas versteckt, für alle, die die Blinkmodi nicht mögen)
Max intensity: 4035cd
Reichweite: 127m
Reflektor: OP
– HA III 3 hard anodized aircraft grade 6061 Aluminium
– Farben: Schwarz und Gun-Silver (diese Farbe habe ich auf Wunsch beim Testmodell bekommen)
– Reverse tail cap switch
– Waterproof: IPX-8 Standard
– Abmessungen: Länge 122mm, Durchmesser 22,5mm
– Gewicht: 77g ohne Akku
– Zubehör: Lanyard, Ersatz O-ring, Anleitung, Garantiekarte

Nach dem jetzt die Randdaten bekannt sind, kommen wir jetzt zur eigentlichen Vorstellung.

Verpackung und Lieferumfang:
Die Lampe kam in dieser Box, die einen durchaus hochwertigen Eindruck vermittelt und sich auch als Geschenkverpackung eignet. Verschlossen wird die Box durch zwei Magnete, wie es auch bei anderen Boxen bekannt ist.
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Die Lampe ist darin gut untergebracht und es wäre auch noch Platz für einen Akku darin. Das Feld ist schon vorgeschnitten, man kann also einfach diesen Teil herausnehmen und einen Akku hinzupacken.

Hier ist jetzt noch mal alles was dabei ist etwas übersichtlicher. Neben der Lampe enthält die Box einen Anleitung, ein Lanyard und einen Ersatz O-Ring.
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Die Anleitung ist in englischer Sprache und leicht verständlich. Sie enthält noch mal alle wichtigen Daten sowie Hinweise, dass z.B. keinen zwei CR123 Batterien verwendet werden dürfen. Die Bilder der Anleitung habe ich absichtlich nur als Thumbnails eingefügt – wer sie vergrößert haben will, muss sie einfach nur anklicken.


Zum Größenvergleich habe ich mal zwei Lampen herangezogen, die recht gängig sind.
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Es ist eine blaue Solarforce L2p und die Uniquefire UF-2100. Die Uniquefire ist nur ein paar Millimeter kürzer und ich habe sie auch später bei den Beamshots als Vergleichslampe herangezogen.

Daneben sind meine Testakkus zu sehen: XTAR 2600mAh protected 18700 und Samsung ICR18650 24E 2400mAh unprotected 18650.
Ich habe absichtlich diese beiden Akkus gewählt, da der XTAR Akku recht lang ist (69,3mm) und die Lampe auch für 18700 ausgelegt ist und mit dem Samsung und seinen 65,05mm einen Akku, der sich auch noch zu Recht 18650 nennen darf. Damit wollte ich sicher gehen, dass die Lampe für jeden Akku der Größe 18650/18700 geeignet ist.

Verarbeitung und Details:
Die erste Besonderheit dieser Lampe liegt in den beiden Federn im Batterierohr. Diese absorbieren Stöße oder Stürze und der Kontakt zum Akku geht dabei nicht verloren. Ideal für Fahrradfahrer oder wenn man im Gelände unterwegs ist und die Lampe aus der Hand fällt. Da gibt es kein kurzes Versagen der Lampe und man steht oder schlimmer noch fährt in der Dunkelheit, kein ungewollter Modiwechsel. Alles läuft normal weiter. Ich habe leider keine Möglichkeit, das extrem zu testen, aber innerhalb von 2 Minuten Schütteln mit vollem Körpereinsatz gab es keinen Aussetzer. Getestet habe ich das mit den beiden oben genannten Akkus und auch noch mal mit einer CR123 Batterie, die ich mit Magneten verlängert habe. Die ist ja weit dünner als das Batterierohr, aber dennoch gab es hier keine hörbare Berührung zwischen Batterie und Rohr oder ein Versagen beim Leuchten.
Durch ihre Maße passt sie auch in jede Fahrradhalterung.

Der Endschalter ist normalerweise recht fest mit der Lampe verbunden und beim ersten Inspizieren der Lampe rätselte ich noch, wie man wohl an diese Feder herankommen würde.
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Die Zeichnung auf der Homepage löste dann das Geheimnis und mit Hilfe einer Sprengringzange konnte ich dann die Endkappe auch herausdrehen.
So sieht die Endkappe normalerweise aus.
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Die  Endkappe ist mit zwei O-Ringen abgedichtet, die wie alle gut geschmiert sind. Das fiel mir auch schon beim ersten Öffnen der Lampe auf: Sie ging schön leichtgängig auf und alle O-Ringe sind gut geschmiert.
Die Endkappe ist tailstandfähig, was ich sehr angenehm finde. Damit kann sie gut einen Raum beleuchten, da sie durch den kurzen OP Reflektor eh als Flooder zu bezeichnen ist.

Das folgende Bild zeigt das gut geschnittene Gewinde.
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Hier seht ihr noch einmal die Lampe und könnt einen Eindruck von der äußeren Verarbeitung bekommen.
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Hier sieht man wie gut der O-Ring zum Kopf abdichtet.
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Mit zum Lieferumfang gehört ein Lanyard. Es ist verstellbar – man kann es also so verwenden, dass die Lampe nicht abhanden kommt (egal ob an einer Kinder- oder Erwachsenenhand). Insgesamt macht es einen guten Eindruck, aber da ich gerne mit Paracord arbeite, wird es wohl durch so eines ersetzt. Das führt ich auch gleich zum nächsten

Thema: Passt Paracord überhaupt durch die Lanyardlöcher?
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Hier hat sich Xtar eine gute Lösung. Neben zwei kleinen Löchern, die gut für das mitgelieferte Lanyard passen, gibt es auch zwei Schlitze in der Endkappe, wo Paracord gut durchpasst. Je nach dem, wie man es führt, bleibt die Tailstandfähigkeit erhalten.
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Handling:
Der Schalter ist trotz der Größe der Lampe gut zu erreichen, auch wenn man einen etwas dickeren Daumen hat.

Die drei Modi (Reihenfolge: Low, Med, High) sind mit ihren Lumenwerten (max. 500 Lumen) nicht an der Leistungsgrenze der CREE XM-L U2 LED, aber dafür bietet die Lampe eine lange Laufzeit. Gemessen habe ich: High 1,27A, medium 0,48A, low 0,21A.
Je nach Einsatzzweck, ist das entscheidender als maximale Helligkeit. Knapp 3 Stunden Laufzeit auf High sind schon ein Wort. Zusätzlich bemerkt man auch nach 15 Minuten Laufzeit auf High eine geringe Erwärmung an der Außenseite, nach 30 Minuten ist sie merklich warm, aber noch lange nicht heiß. Deshalb sollte auch einer längeren Laufzeit auf high nichts entgegenstehen.
Die Modi wechselt man durch leichtes antippen des Schalters – das ist wunderbar leichtgängig. 5 Sekunden nach dem Ausschalten startet sie nach erneutem Einschalten wieder bei Low.
Der Strobemodus ist etwas versteckt, was sicherlich für viele interessant sein dürfte. Man erreicht ihn durch schnelles zweimaliges betätigen des Schalters. Das muss sehr schnell erfolgen, so dass ein ungewolltes wechseln (wenn man z.B. vom Low zum High Modus möchte) normalerweise nicht zum Strobe führt.

LED und Beamshots:
Die LED sitzt gut zentriert und vom Treiber höre ich keinerlei Geräusche oder Piepstöne (in keinem Modus).
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Da die verbaute Elektronik konstant den gleichen Strom liefert, stehen die Lumenwerte bis annähernd zum Ende des Akkus zur Verfügung.
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Lichtkegel:
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Beamshots (beachtet bitte die Unterschiedlichen Kameraeinstellungen zwischen In- und Outdoorbildern und den Vergleichsbeamshots):
Kameraeinstellung:1/20s, f/2,8, ISO200, WB: Daylight
Indoor:
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Kameraeinstellung: 1s, f/2,8, ISO200, WB: Daylight
Outdoor
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Hier mal der Beamshotvergleich der Uniquefire UF-2100 (SMO Reflektor, CREE XM-L T6). Nur High und Low, da die UF-2100 kein Med hat.
Kameraeinstellung: 1/100s, f/5,6, ISO200, WB: Daylight

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So hell ist sie noch bei ca. 2,5V (getestet mit einer CR123 Batterie, da ich meine Akkus nicht so tief entladen wollte).
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Viele Hersteller schreiben zur Wasserdichtigkeit IPX-8. Das wollte ich mal für diesen Review ausprobieren und habe die Lampe eingeschaltet (High-Modus) und auf 1,8m in einem Schwimmbad versenkt. XTAR schreibt nur etwas von 0,5 Metern, aber da ich bei diesem Review etwas weiter gehen wollte, habe ich mich für 1,80 Meter entschieden.
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Nach ca. 10 Minuten habe ich sie wieder herausgeholt, kurz abgetrocknet und geöffnet.
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Innen habe ich keinerlei Wasser vorgefunden (weder im Batterierohr noch im Gewinde). Diesen Test hat sie damit hervorragend gemeistert.

Fazit:
XTAR bietet mit der WK35 eine gute Allroundlampe, die durch ihre Abmessungen sicherlich für viele zu einer EDC werden kann. Die doppelte Feder im Batterierohr, die lange Laufzeit und der erfolgreiche Wassertest machen sie zu einem hervorragenden  Begleiter im Outdoorbereich. Es ist eine gut durchdachte Lampe, die auch mit ihrer Verarbeitung sehr gut ist.